Ehrennadel für Renate Schusch

Schusch

Renate Schusch (Mitte) wurde mit der „Berliner Ehrennadel“ ausgezeichnet. Für die Ehrung hatte sie der Spandauer CDU-Bundestagsabgeordnete Kai Wegner vorgeschlagen. Foto: privat

Zu den neun Frauen und vier Männern, denen Elke Breitenbach (Die Linke), Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, am 24. Mai im Roten Rathaus in Mitte die „Berliner Ehrennadel für besonderes soziales Engagement“ verlieh, gehörte auch die Spandauerin Renate Schusch (65). Vorgeschlagen für die Ehrung ihres ehrenamtlichen Engagements hatte sie der Spandauer CDU-Bundestagsabgeordnete Kai Wegner. „Renate Schusch ist eine bemerkenswerte Frau, deren Einsatz insbesondere für Kinder und Jugendliche schon seit vielen, vielen Jahren in jeder Hinsicht beispielgebend ist“, begründete Wegner seinen Vorschlag. Renate Schusch, geboren 1952 in Heiligensee, hat sich in zahlreichen ehrenamtlichen Tätigkeiten für das Gemeinwohl engagiert. Alle Tätigkeiten, mit denen sie sich als zweifache Mutter vehement für Kinder, Schule und Jugendbereich einsetzte und wichtige Lobbyarbeit im Abgeordnetenhaus von Berlin leistetet, aufzuzählen, würde sicherlich den Rahmen sprengen. Daher nur einige Schlaglichter:
Nach Tätigkeiten als Elternvertreterin an Grund- und Oberschule engagierte sich Renate Schusch im Landes-Elternausschuss und arbeite bis 1994 in verschiedenen Gremien des Bezirks Spandau mit. Seit 1996 kümmerte sich Frau Schusch um die Begleitung missbrauchter Kinder. Im Januar 2004 war sie Mitbegründerin des Vereins „AktivVerbund Berlin“, der die Interessen von Pflegekindern und deren Pflegefamilien in Berlin und Brandenburg vertritt. Im Verein übernahm sie nach der Tätigkeit als Vizevorsitzende die Aufgaben der Vorsitzenden. Seit März 2005 ist sie zudem Bundesbeauftragte der „Bundesarbeitsgemeinschaft für Kinder in Adoptiv- und Pflegefamilien“. Erstmals wurden ihre Verdienste 2007 mit der Bundesverdienstmedaille des Bundesverdienstordens der Bundesrepublik Deutschland gewürdigt. Drei Jahre später war Renate Schusch dann Mitbegründerin und Sprecherin der Agenda Pflegefamilien. Seit Juni 2013 ist sie zudem Vorsitzende einer Clearingstelle des Fonds Sexueller Missbrauch (EHS FSM) im familiären Bereich. Vielen Spandauern dürfte auch noch das Engagement von Renate Schusch in Erinnerung sein, mit dem sie 2013 für die damals 14-jährige Jessica Midasch nach Knochenmark-Spendern für die Heilung des an Leukämie erkrankten Spandauer Mädchens suchte. ud

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